Coperion und seine Kunden

LATI und Coperion: Eine starke Partnerschaft beim Compoundieren mit Doppelschneckenextrudern

Wie LATI und Coperion gemeinsam neue Compoundierlinien in die bestehende Produktion integriert und einen durchgängig automatisierten Produktionsprozess realisiert haben.

LATI ist ein italienischer Hersteller von thermoplastischen Hochleistungs-Compounds für eine Vielzahl von Branchen, darunter die Automobilindustrie, die Elektro- und Elektronikindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau sowie der Konsumgüterbereich. Mit einem klaren Fokus auf Innovation, Materialentwicklung und Nachhaltigkeit bietet LATI maßgeschneiderte Lösungen, die höchsten technischen Anforderungen gerecht werden.

Seit vielen Jahren setzt LATI auf ZSK Doppelschneckenextruder von Coperion sowie auf deren umfassendes Know-how beim Compoundieren. Diese langjährige Partnerschaft basiert auf gegenseitigem Vertrauen, kontinuierlicher Innovation und dem gemeinsamen Anspruch, hochwertige Compounds mit maximaler Prozesseffizienz herzustellen.

Diego Imbrighi, Group Technology Innovation Director bei LATI, gibt Einblicke in die enge Zusammenarbeit von LATI und Coperion.

Diego Imbrighi von Lati, Italien

Die Extruder, mit denen ich die besten Ergebnisse erzielt habe, stammen von Coperion. Nicht nur aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit, sondern weil sie eine zuverlässige Skalierung vom Labor- auf den Industriemaßstab ermöglichen.

Diego Imbrighi , Group Technology Innovation Director, LATI

Technische Compounds mit ZSK Doppelschneckenextrudern skalieren

Für Diego Imbrighi geht es bei der Auswahl der richtigen Compoundiertechnologie um weit mehr als nur die Leistungsfähigkeit der Maschine. Ein entscheidender Aspekt ist die Fähigkeit, die Materialeigenschaften beim Übergang vom Labormaßstab zur industriellen Produktion unverändert zu erhalten.

Mit 36 Jahren Erfahrung im technischen Compoundieren arbeitet Diego Imbrighi seit seinem Eintritt bei LATI im Jahr 1990 mit Doppelschneckenextrudern. Bereits seine erste Aufgabe brachte ihn mit den ZSK Extrudern von Werner & Pfleiderer, heute Coperion, in Kontakt. Seitdem hat er bei mehreren internationalen Unternehmen der Compoundier- und Recyclingindustrie verschiedene Funktionen mit wachsender Verantwortung übernommen und dabei mit Anlagen gearbeitet, die von Extrudern mit 26 mm Schneckendurchmesser bis hin zu Produktionslinien mit einem Schneckendurchmesser von 133 mm reichen.

Von der Laboranwendung zur industriellen Compoundierproduktion

Für Diego Imbrighi bedeutet ein erfolgreiches Scale-up, die gewünschten Materialeigenschaften nicht nur im Labor zu erreichen, sondern diese auch bei der Produktion im industriellen Maßstab beizubehalten. „Beim Übergang vom Labor zur Produktion ist es entscheidend, die Materialeigenschaften unverändert zu erhalten. Eine präzise Kontrolle der Toleranzen sowie konsistente geometrische Verhältnisse über die gesamten ZSK-Maschinengrößen hinweg machen dabei den entscheidenden Unterschied“, erklärt Diego.

Mit Blick auf die Weiterentwicklung der Coperion ZSK-Technologie hebt Diego Imbrighi Fortschritte bei verschleißfesten Werkstoffen, dem verfügbaren spezifischen Drehmoment, Entgasungslösungen, Schnellwechselfunktionen bei der Seitenbeschickung sowie Optimierungen bei der Temperaturführung hervor. Diese Verbesserungen haben seiner Erfahrung nach maßgeblich dazu beigetragen, die Produktivität, die Produktqualität und die Prozesssicherheit beim Compoundieren zu steigern.

Diego Imbrighi und Michela Conterno von Lati, Italien

Dieses Projekt zeigt, wie technisches Know-how, enge Zusammenarbeit und Innovationskraft einen konkreten Mehrwert schaffen können.

Diego Imbrighi , Group Technology Innovation Director, LATI

Enge Zusammenarbeit für einen neuen Compoundierprozess

Diese Erfahrungen bildeten die Grundlage für ein aktuelles LATI-Projekt zur Herstellung verstärkter Polyamid-Compounds. Über einen Zeitraum von rund drei Jahren arbeitete das LATI-Team gemeinsam mit den Ingenieuren von Coperion in Ferrara, Italien, an der Entwicklung des Prozesses und der Integration neuer ZSK Doppelschneckenextruder in die bestehende Produktion.

Die Teams definierten gemeinsam den Prozessablauf, planten die Anlage in einer BIM-Umgebung und integrierten die neuen Produktionslinien, ohne die laufende Produktion zu beeinträchtigen. Das Projekt wurde maßgeblich von Michela Conterno, CEO von LATI, unterstützt, die darin eine wichtige strategische Bedeutung für das Wachstum und die Innovationskraft des Unternehmens sieht.

Vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt

Im Rahmen des Projekts implementierten LATI und Coperion einen vollständig automatisierten, kontinuierlichen Produktionsprozess, der von der Rohstoffzuführung bis hin zur Verpackung des fertigen Produkts reicht. Gleichzeitig konnte die Produktionskapazität deutlich erhöht werden.

Technisches Know-how als Basis für eine erfolgreiche Produktion

Für Diego Imbrighi ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit mit Coperion der Austausch von technischem Wissen. Besonders schätzt er technische Informationen, die nicht nur die Konstruktion der Maschinen erläutern, sondern auch die Hintergründe technischer Entscheidungen und deren praktischen Nutzen verständlich machen.

„Die Präsentationen von Coperion waren schon immer fundiert, klar strukturiert und durch Versuchsdaten belegt. Sie gehen weit über die reine Beschreibung der Maschinen hinaus: Sie erklären die Überlegungen hinter den Entscheidungen für die Ausführung eines Extruders und zeigen auf, wie sich diese in konkrete Vorteile umsetzen lassen. Für jeden, der im Bereich Compoundieren tätig ist, ist diese Art des technischen Wissensaustauschs von unschätzbarem Wert“, sagt Diego Imbrighi.

Registrieren Sie sich für die Coperion Newsletter